häufig gestellte Fragen

Sie planen mit einer Rendite von ca. 4% auf die Mitgliedsanteile. Ist dies eine grobe Schätzung, oder liegen dieser Zahl begründete Kalkulationen zugrunde, und falls ja, wie sehen sie aus?

4% ist die Ausschüttung, die wir als Vorstand der Genossenschaftsvollversammlung vorschlagen möchten. Die Entscheidung darüber fällt mit Mehrheitsbeschluss in der Mitgliedervollversammlung auf Basis des festzustellenden Jahresabschlusses des Vorjahres und der dann notwendigen Entscheidung über die Gewinnverwendung. Insofern liegt es in de Händen unserer Mitglieder zu entscheiden, ob sie 4% oder weniger ausschütten wollen, um ggf. mehr zu thesaurieren.

Die zugrunde liegenden Projekte liegen mit ihrer Rendite oberhalb der 4%. Dies gelingt, weil:

a) Über den Verkauf von erzeugtem Strom an die Dacheigentümer ein besserer Preis erzielt werden kann als gegenüber der Einspeisevergütung des EEG. Aktuell erwarten wir auf Basis verschiedener Erfahrungswert ca. 20-25% Eigenverbrauch. Der Dacheigentümer wiederum bezieht den Strom günstiger als bisher beim Versorger.
b) Wir als Bürgerenergie über das 1000-Dächerprogramm des Landes Thüringen die Investitionskosten um 20% senken können.
c) Bisher alle Tätigkeiten ehrenamtlich erbracht werden und damit die Verwaltungskosten vergleichsweise niedrig sind.

Mit unserer Empfehlung für 4% haben wir uns als Vorstand gemeinsam mit dem Aufsichtsrat auch am Ausschüttungsverhalten unserer Partnergenossenschaft Bürgerenergie Jena (ist an uns beteiligt) orientiert.

Wird das Einnahmemodell durch die geplanten Gesetzesänderungen zum EEG etc. beeinträchtigt, oder ist es davon nicht betroffen?

Die Einnahmemodelle bestehender Verträge sollen wie bisher nicht durch Gesetzesänderungen determiniert werden, da für die Laufzeit in der Regel der Rechtsstand zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses relevant ist. In welchem Umfang Gesetzesänderungen auf zukünftige Projekte Einfluss haben werden, können wir, wie andere Marktteilnehmer auch, heute noch nicht vollständig absehen. Aufgrund der Argumente a)-c) sind wir allerdings zuversichtlich, auch zukünftig ökonomisch und ökologisch sinnvolle Neuinstallationen angehen zu können. Wichtig hierfür ist auch die Gewinnung neuer attraktiver Standorte. Im Moment bedeutet dies insbesondere Schulen, Kindergärten, Turnhallen im Saale-Holzlandkreis, die
a) langfristig im Schulnetzplan verankert sind,
b) deren Dach saniert ist,
c) deren Dach die zusätzliche Last tragen kann und
d) noch nicht über eine PV-Anlage verfügen.

Wie ist der momentane Finanzierungsstand der Projekte, die in diesem Jahr realisiert werden sollen? Ist der Realisierungsplan unter Berücksichtigung der Finanzsituation und der politischen Entwicklung haltbar?
Wir gehen mit jedem Projekt neu in eine Ausschreibung sowohl für die Installation als auch die Finanzierung. Der Finanzierungsanteil mit den Banken schwankt und kalkuliert sich aus dem Investitionsbedarf abzüglich Umsatzsteuer abzüglich Fördermittel und abzüglich der zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung vorliegenden für die Investition verwendbaren Genossenschaftsmittel. Da wir uns eines stetigen Mitgliederzuwachses erfreuen und auch regelmäßig Nachzeichnungen von Bestandsmitgliedern verzeichnen können, gibt es zunehmend einen Trend zu geringeren Kreditvolumina. Falls wir auf Bankenfinanzierungen zurückgreifen, versuchen wir auch vorteilhafte KfW-Finanzierungen zu nutzen, sofern dies anwendbar ist. Aktuell können wir die geplanten Projekte in diesem Jahr unter den uns heute bekannten Bedingungen finanziell umsetzen.

Wie sind die Anlagen gegen Ausfälle aller Art versichert?
a) Versicherungsrisiken:
Wir haben bei jeder Anlage individuell eine Haftpflicht- und eine Elektronikversicherung abgeschlossen. Damit können wir zum Schutz des Kapitals unserer Mitglieder wesentliche Risiken begrenzen bzw. ausschließen. Gern können wir den Versicherungsumfang in einem persönlichen Gespräch weiter erläutern.
b) Finanzierungsrisiken:
Gegenüber den Kreditinstituten haften wir mit der jeweiligen Anlage, unseren EEG-Vergütungsanspruch für die Restlaufzeit des Vertrages und mit der Möglichkeit des Eintritts in den Dachmietvertrag. Es gibt je Projekt keine Nachschusspflicht.
c) Rückzahlungsrisiken:
Wir haben, wie in der aktuellen Satzung, §5 ersichtlich, eine Kündigung frühestens nach 5 Jahren vorgesehen. Natürlich wäre es für die Genossenschaft nicht einfach zu verkraften, wenn in 5 Jahren die Mehrheit der Gesellschafter ihr Kapital zurückfordern würde. Dem können wir dann nur begegnen über den Gewinn neuer Mitglieder, einer teilweisen Kreditfinanzierung der zurückgeforderten Mittel oder dem Verkauf von laufenden Anlagen, um diese Rückzahlungswünsche zu befriedigen.